Robur LO 2002 LF8-TS8

Hersteller   
   VEB ROBUR-Werke Zittau
Fahrgestell ROBUR LO 2002 A
Aufbau VEB Feuerlöschgerätewerk Görlitz
Motor 4-Zylinder, 4-Takt-Otto, luftgekühlt
Hubraum 3345 cm³
Leistung 75 PS bei 2800 U/Min
Höchstgeschwindigkeit 85 km/h
Pumpe FPV 8/8
Baujahr 1974

Historisches:

Das Löschgruppenfahrzeug LF 8 auf Robur LO 2002 A aus dem VEB Feuerlöschgerätewerk Görlitz, löste den leistungsschwächeren Typ LO 1801 A ab.

Das Prinzip, einen Lkw zu einem Löschfahrzeug umzurüsten, hatte sich damals gut bewährt, da diese über gute Fahreigenschaften im Gelände, Watfähigkeit und Steigfähigkeit verfügten.

Die Fahrerkabine ist in Ganzstahlbauweise gefertigt und bot dem Fahrer (Maschinist) und dem Gruppenführer Platz.

Vorn hinter der Kühlerverkleidung befindet sich eine festeingebaute, vom Fahrzeugmotor angetriebene Vorbaupumpe (FPV 8/8), die eine Nennförderleistung von 800 l/min bei einem Nennförderdruck von 8 bar erreicht.

Der Aufbau ist palettenartig und in Gemischtbauweise (Stahl, Holz, Kunststoff) gefertigt, wo die Mannschaft (bis acht Feuerwehrleute) und die umfangreiche feuerwehrtechnische Ausrüstung ihren Platz findet.

Hervorstechend ist hier die lichtdurchlässige Plane als Neuerung zu den Vorgängermodellen.

Seitlich ist eine Tragkraftspritze (TS 8) zur Wasserentnahme an schlecht erreichbaren Stellen oder als Verstärkerpumpe eingeschoben.

Diese Fahrzeuge auf Lkw-Basis können standartmäßig in folgende Varianten zügig und unkompliziert umgerüstet werden:

  • Mannschaftstransportfahrzeug, (mehr Sitzbänke)
  • Tanklöschfahrzeug, (mit Tankblase 900 Liter)
  • Lastkraftwagen.

Als Zusatzausstattung waren auch folgene Umrüstsätze erhältlich:

  • Gerätewagen, (mit Kranausleger 1Mp)
  • Schlauchwagen, (mit Schlauchkasten-Einschub)

Es besteht eine Telefonverbindung vom Mannschaftsraum zur Fahrerkabine.

Sperrige Geräte wie zwei Steckleiterteile und die Krankentrage befinden sich unter der Plane über Kopfhöhe verstaut.

Ein Notstromaggregat 0,5 kW für die Speisung der Arbeitsscheinwerfer rundet die Einsatzmöglichkeiten ab.

Sechs Stück A-Sauglängen befinden sich direkt unter dem Aufbau in einem separaten Kasten.

Zusätzlich wird in der Regel ein Schlauchtransportanhänger (STA) mitgeführt. Dieser enthält ausreichend Schlauchmaterial (600 Meter B-Schläuche in Buchten) für die Wasserversorgung über lange Wegstrecken. Die Schläuche können auch während der Fahrt verlegt werden.

Der Robur erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h und besitzt einen Vierzylinder-Viertakt-Ottomotor, luftgekühlt mit 75 PS (55,2 kW) Leistung.

Zur Brandbekämpfung, Gefahrenbeseitigung und/oder Technische Hilfeleistung wird das Löschfahrzeug auch heute noch überwiegend in ländlichen Regionen Ostdeutschlands eingesetzt.

Letzter Einsatz

Nr. 05
18.01.2019
15.01 Uhr
Unklare Lage nach Verkehrsunfall
Bundesautobahn BAB 4 Richtung Dresden

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