Melderkräder

Bei den Feuerwehren der DDR wurden oft "zivile" Mopeds oder Motorräder als Melderkrad eingesetzt. Diese Fahrzeuge stammten fast ausnahmslos aus DDR-Produktion. Meist kamen Motorräder vom Typ MZ zum Einsatz, seltener Mopeds der Marke SIMSON.

Kradmelder dienten hauptsächlich als Verbinder und Erkunder. Eine ihre Hauptaufgaben war die Nachrichtenübermittlung (Melder). Diese Aufgabe verlor durch den Aufbau der immer besserer werdenden Kommunikationstechnik mit der Zeit jedoch mehr und mehr an Bedeutung.

Heute werden Kradmelder meist als Lotse für anrückende ortsfremde Einheiten eingesetzt oder dienen der Erkundung von Einsatzstellen in schwiegigen und unübersichtlichem Gelände (z.B. Waldbränden).

Exemplarisch haben wir ein paar häufig eingesetzte Fahrzeugtypen in unserem Fundus.

Daten der Fahrzeuge:

MZ ES 150

Hersteller: VEB Motorradwerk Zschopau     
Baujahr: 1964
Hubraum: 143 cm³
Leistung: 10 PS
Leergewicht: 115 kg
Höchstgeschwindigkeit: 95 km/h

Die MZ-ES150 erschien im Jahr 1962 am Markt. Etwa 191 000 Stück wurden bis 1969 gebaut.

Einige davon kamen auch bei den Feuerwehren zum Einsatz.


MZ ES 150/1

Hersteller: VEB Motorradwerk Zschopau     
Baujahr: 1970
Hubraum: 143 cm³
Leistung: 11,5 PS
Leergewicht: 115 kg
Höchstgeschwindigkeit: 105 km/h

Die MZ-ES150/1 folgte 1969 ihrem "Strich-Null" Vorgängermodell und wurde bis 1978 produziert. Mit ca. 310 000 Exemplare ist sie das am häufigsten gebaute Motorrad der DDR.

Dieses Modell war deshalb auch oft bei den Feuerwehren zu finden.


MZ TS 150

Hersteller: VEB Motorradwerk Zschopau     
Baujahr: 1975
Hubraum: 143 cm³
Leistung: 11,5 PS
Leergewicht: 114 kg
Höchstgeschwindigkeit: 115 km/h

Die MZ-TS150 Baureihe (Kurzbezeichnung für Telegabel-Schwinge) wurde von Juni 1973 bis August 1985 produziert.

Von der ES-150 gab es bei den Feuerwehren einige Einsatzfahrzeuge, die oft mit Packtaschen und weiterer Sonderausstattung ausgrüstet waren.


MZ TS 250

Hersteller: VEB Motorradwerk Zschopau     
Baujahr: 1978
Hubraum: 243 cm³
Leistung: 19 PS
Leergewicht: 130 kg
Höchstgeschwindigkeit: 125 km/h

Die MZ-TS250 wurde von Juni 1973 bis Mai 1982 produziert. Dieses Modell wurde besonders bei der Volkspolizei und bei der NVA eingesetzt. Einige dieser Modelle kamen nach ihrem "Staatsdienst" bei den Feuerwehren zum Einsatz.

In vielen Feuerwehren wurden auch "normale 250er" mit seitlichen Packtaschen eingesetzt.


Simson S51 Enduro

Hersteller: VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann“ Suhl    
Baujahr: 1985
Hubraum: 49,8 cm³
Leistung: 3,7 PS
Leergewicht: 78,5 kg
Höchstgeschwindigkeit:           60 km/h

Die Simson S51 Enduro wurde aufgrund ihrer recht ordentlichen Geländefähigkeit auch bei den Grenztruppen der DDR eingesetzt. Das Endurofahrwerk  verfügte über einen verstärktem Rahmen, Elektronikzündung, Hochlenker, hochgelegter Auspuff mit Hitzeschutz, Stollenreifen (Profil K32), Stahlfelgen und rechts eine verlängerte Fußraste

Auch Feuerwehren nutzten dieses Modell. Besonders in Gebieten mit hoher Waldbrandgefahr kamen einige dieser Modelle als Melderkrad zum Einsatz.

Letzter Einsatz

Nr. 54
24.10.2019
17.40 Uhr
Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person
Staatsstraße S 200

Nr. 53
21.10.2019
14.03 Uhr
auslaufender Dieselkraftstoff
Autobahn BAB 4,
Raststätte Auerswalder Blick


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